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Neues Handeln für die
Mobilität von morgen


Wie lässt sich mehr Mobilität mit weniger Verkehr und einer geringeren Umweltbelastung realisieren? Über diese Frage diskutierten hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden bei der Konferenz „Mobilität in Deutschland – Zeit für neues Denken und Handeln“ der F.A.Z. und der Initiative „Deutschland mobil 2030“ am 19. November 2018 in Berlin im F.A.Z.-Atrium.

Hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden diskutierten beim Mobilitätsgipfel der F.A.Z. und der Initiative „Deutschland mobil 2030“ über die Zukunft der Mobilität.

Zukunftsforscher Tristan Horx beleuchtete gesellschaftliche Veränderungsprozesse und ihre Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir unsere Mobilität gestalten.

Diskutierten über die Rolle der Länder bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität (v. l.): Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium, der Bremer Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse, Moderator Johannes Pennekamp, Dr. Volker Wissing, Verkehrsminister aus Rheinland-Pfalz, und Kathrin Schneider, Infrastrukturministerin aus Brandenburg.

Was deutsche Städte bei der Gestaltung einer nachhaltigen und menschengerechten Mobilität lernen können, erörterte Thomas Madreiter, Planungsdirektor in der Magistratsdirektion der Stadt Wien.

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, machte deutlich, dass er sich mehr Tempo bei der Umsetzung klimafreundlicher Mobilitätskonzepte wünscht.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will Anreize für klimafreundliche Mobilitätskonzepte schaffen, aber auch die Kommunen stärker in die Pflicht nehmen.

F.A.Z.-Herausgeber Holger Steltzner sprach sich dafür aus, die einzelnen Verkehrsträger nicht gegeneinander auszuspielen, sondern verstärkt in Ketten und Modulen zu denken.

Unterstrichen in der Debatte mit Moderator Johannes Pennekamp (Mitte) ihr Engagement für attraktive und zukunftsfähige Mobilitätslösungen (v. l.): Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Ingo Wortmann, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages, und Dr. August Markl, Präsident des ADAC.

In seinem Einstiegsstatement verdeutlichte Florian Pronold als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium die großen Herausforderungen, vor denen der Verkehrssektor angesichts der internationalen Klimaschutzziele steht. Für den Politiker setzt die Umstellung auf eine zukunftsfähige Mobilität ein gelungenes Zusammenspiel aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen voraus. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte anschließend in seiner Rede, dass er die Mobilität in Deutschland mit Anreizen und Förderungen verbinden wolle, nicht mit Verboten. Ziel des Bundesverkehrsministers ist eine stärkere Verknüpfung von Mobilität, Digitalisierung und Umweltschutz. Dass dieser Ansatz in Wien bereits seit Jahren gut funktioniert, wusste Thomas Madreiter, Planungsdirektor in der Magistratsdirektion der Stadt Wien, zu berichten. Er stellte die „Smart City Wien Rahmenstrategie“ vor, mit der die österreichische Hauptstadt auf die großen globalen Herausforderungen reagiert. Zentrale Bestandteile dabei seien ein attraktiver Öffentlicher Verkehr sowie der Mut und der Wille der Politik, zu gestalten und dabei die Menschen mitzunehmen.

Auf welche Konzepte die Länder setzen, um die Luft in den Städten zu verbessern und eine ausreichende Grundversorgung mit Mobilität im ländlichen Raum zu gewährleisten, erörterten Verkehrsminister und Staatssekretäre der Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen und Brandenburg in einer ersten Diskussionsrunde auf dem Podium. Eine zweite Podiumsrunde debattierte die vielfältigen Aufgaben im Mobilitätsbereich aus Sicht der Verbände. Es beteiligten sich Ingo Wortmann, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Dr. August Markl, Präsident des ADAC, Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, und Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages. Alle vier unterstrichen ihre Bereitschaft zu noch mehr Engagement für eine nachhaltige, flexible und bezahlbare Mobilität in Deutschland und hoben den Stellenwert eines starken Öffentlichen Verkehrs hervor. Sie machten zugleich deutlich, dass auch die Politik gefordert ist, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen und vor allem Planungsprozesse radikal zu beschleunigen. In seinem abschließenden Vortrag beleuchtete Tristan Horx vom Zukunftsinstitut den gesellschaftlichen Wandel im Bereich der Fortbewegung. Seine Botschaft: Jeder Wandel entsteht aus einer Krise. Denn erst die Krisen führen zu neuem Handeln.