Die Verkehrswende ist möglich!

Deutschland braucht die Verkehrswende. Wenn wir industriepolitische Chancen nutzen, Klimaschutzziele erreichen, Fahrverbote vermeiden und die steigenden Mobilitätsbedürfnisse der Bürger bewältigen wollen, muss Verkehr in Zukunft effizienter werden. Die gute Nachricht: Der Einstieg in eine Verkehrswende ist keine Utopie oder Gedankenspielerei, sondern politisch und fachlich möglich. Eine aktuelle Szenarienanalyse, die der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bei den Beratungsunternehmen PwC und Intraplan in Auftrag gegeben hat, zeigt, dass die Umstellung auf eine moderne, bezahlbare und klimaschonende Mobilität in Deutschland gelingen kann.

Damit Personen und Waren künftig ans Ziel kommen, die Lebensqualität erhalten und Mobilitätseinschränkungen vermieden werden, müssen die Akteure aus Politik und Branche jetzt schnell, gemeinsam und zielorientiert handeln. Im Mittelpunkt stehen dabei faire Rahmenbedingungen und eine gezielte Förderung von Bus und Bahn sowie des Güterverkehrs auf der Schiene. Die Studie, deren zentrale Ergebnisse im Folgenden präsentiert werden, veranschaulicht mit den Szenarien „Verkehrswende“ und „Konsequent Schiene“, wie der Verkehr der Zukunft aussieht, wenn es einen klaren Vorrang für Effizienz gibt. Danach kann der Öffentliche Personenverkehr (ÖPV) im Szenario „Verkehrswende“ seinen Anteil am Modal Split bis 2030 um ein Drittel ausbauen und damit die Fahrgastrekorde der Vorjahre und die Prognosen des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) übertreffen. Der ÖPV festigt und erweitert damit sein bereits seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziertes System der „Sharing Mobility“. Auch im Schienengüterverkehr (SGV), der schon heute den Transport großer Mengen ermöglicht, ist im Szenario „Konsequent Schiene“ bis 2030 ein Zuwachs um ein gutes Viertel möglich. Die stärkere Ausrichtung des Verkehrs auf Bus und Bahn sowie den Güterverkehr auf der Schiene schafft neue attraktive und leistungsfähige Angebote, trägt zum Erreichen der Klimaschutz- und Luftreinhalteziele bei, erhöht die Lebensqualität der Menschen, sorgt für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland.

10 Mrd.

Fahrgäste im Jahr nutzen Bus und Bahn.

Unternehmerisches Engagement weiter intensivieren

Der VDV, seine über 600 Mitgliedsunternehmen und die rund 400.000 Beschäftigten aus dem öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehr setzen sich schon heute intensiv dafür ein, Mobilität attraktiv, effizient und klimaschonend zu gestalten. Jedes Jahr befördern unsere Mitgliedsunternehmen weit mehr als zehn Milliarden Fahrgäste mit Bussen und Bahnen und transportieren rund 600 Millionen Tonnen Güter auf der Schiene. Das dahinterstehende hohe unternehmerische Engagement wollen wir in Zukunft fortsetzen und weiter intensivieren. Wir werden unseren Teil dazu beitragen, die Verkehrswende in Deutschland zu realisieren und die damit verbundenen industriepolitischen Chancen für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu nutzen. Wir können das aber nicht allein schaffen, sondern nur im Schulterschluss mit der Politik und der Öffentlichkeit. Damit die Verkehrswende gelingt, müssen die politischen Entscheider auf allen staatlichen Ebenen die notwendigen Weichen stellen – durch die Sicherstellung einer langfristig bedarfsgerechten und planbaren Finanzierung für den Erhalt und den Ausbau der Infrastrukturen, die Förderung von Innovationen und gezielte Steuerung des motorisierten Individualverkehrs sowie des Güterverkehrs auf der Straße. Zudem braucht es einen gesellschaftlichen Konsens für einen modernen, bezahlbaren, effizienten und umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr in Deutschland.

600

Unternehmen im VDV setzen sich für klimafreundliche Mobilität ein.

Lassen Sie uns jetzt entschlossen handeln und die Verkehrswende umsetzen – damit Deutschland nachhaltig und umweltfreundlich mobil bleibt.

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV)

Kamekestraße 37 – 39,
50672 Köln